Preußische Zinnfiguren

Zu dieser Veranstaltung hatten wir Herrn Dr. Wienczeck , der selbst Zinnfiguren bemalt und sammelt, als Referent eingeladen. In seinem Vortag erläuterte er uns die verschiedenen Herstellungsverfahren und das Bemalen bis zur fertigen Zinnfigur.

Die Geschichte der Zinnfiguren begann bereits im antiken Griechenland. Wobei die “Vorläufer” der heutigen Zinnfiguren meist sogenannte Pilgerabzeichen aus dem 14. und 15. Jahrhundert waren. Mit der Zeit wurden diese weiterentwickelt und es entstanden die Voll- und halbplastischen Zinnfiguren. Damit die Zinnfiguren möglichst echt aussahen, wurden auch Künstler mit der Gestaltung beauftragt. Heute werden Flachfiguren mit einer Größe von 30mm bevorzugt. Diese hielten als “Lernspielzeug” in die Kinderzimmer Einzug und wurden zur Darstellung historischer Ereignisse verwendet. Ab 1920 wurden die Zinnfiguren realistischer gestaltet und Erwachsene begannen, historische Zinnfiguren zu sammeln. Hierzu zeigte uns Herr Wienzeck verschiedene Dioramen mit Darstellungen des Lebens am preußischen Hof, aber auch Jagdszenen sowie die Begegnung der Königin Luise mit Napoleon. Wir sahen Heeresdarstellungen mit den Bannerträgern der Schlacht von Tannenberg, aber auch Dioramen vom Leben der Bevölkerung auf dem Land wurden gezeigt.

Am Ende des interessanten Vortrags gab es noch viele Fragen zur Maltechnik und Gestaltungsweise, die Herr Wienzeck gerne beantwortete

Die Zuhörer dankten dem Referenten für seinen Vortrag mit viel Applaus und werden sich noch lange daran erinnern.

Auch der Kulturkreis “Simon Dach” war aktiv und trug folgende Lieder vor:

Abschließend bedanke mich bei Herrn Dr. Baumann und den Mitarbeitern des SMI für die geleistete Unterstützung und hoffe auf weitere gute Zusammenarbeit.

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